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Rübenzucker: rein pflanzlich, regional, nachhaltig

Im Frühjahr wird ein winziges Samenkorn gesät, im Herbst die pralle Rübe geerntet. Und daraus dann Zucker gewonnen – ein Produkt aus der Natur, das ganz ohne Chemie entsteht.

Rübenzucker: Passt zu jeder Ernährungsform

Jeder Mensch isst anders und hat Vorlieben, was ihm schmeckt und was nicht. Dabei ist ein Trend erkennbar. Zunehmend ernähren sich mehr Menschen flexitarisch, vegetarisch oder sogar vegan. Dabei gilt für Rübenzucker: Er hat in einer ausgewogenen Ernährung – auch in einer pflanzenbetonten – immer seinen Platz. Rübenzucker ist ein pflanzliches Produkt, das auf dem Feld in der Zuckerrübe entsteht. Kaum zu schlagen ist Rübenzucker in puncto Nachhaltigkeit. Er leistet viel für die Artenvielfalt und bessere Ackerböden und reduziert den Schädlingsdruck. Nachhaltiger als mit regionalem Rübenzucker kann man nicht süßen.

Hier geht’s zu mehr Informationen zu nachhaltigem Rübenanbau.

Vom Feld vor der Haustür auf den Teller

Wer Wert auf Natürlichkeit legt, ist beim Zucker genau richtig: Denn er entsteht direkt in der Zuckerrübe. Aus Wasser, CO2 und Sonnenenergie bildet sie Zucker und speichert ihn. Und zwar vor unserer Haustür – über 22.000 Landwirte und Landwirtinnen bauen Zuckerrüben an. Ihre Felder liegen im Umkreis der 18 Zuckerfabriken in ganz Deutschland, sodass die Transportwege vom Feld in die Fabrik und auch zu den Verwendern kurz sind.

In den Fabriken wird der Zucker nach der Ernte einfach mit Wasser(dampf) aus den Rüben herausgelöst. Dabei wird er weder chemisch verändert noch enthält er andere Stoffe. Zucker ist deshalb ein reines Naturprodukt, das auf dem Feld entsteht – nicht erst in der Fabrik.

Alles zum Prozess der Zuckergewinnung gibt’s hier.

Fotosynthese: Wie kommt der Zucker in die Rübe?

Pflanzen können zwar nicht von Luft und Liebe, aber von Luft und Wasser leben. Ihr Erfolgsrezept sind die grünen Blätter. Sie absorbieren Kohlendioxid (CO2) aus der Umgebungsluft. Die Wurzel nimmt Wasser (H2O) aus dem Boden auf und transportiert es zu den Blättern. Das sind die Hauptnahrungsmittel der Pflanze.

Die Blätter bestehen aus Zellen, die Chloroplasten enthalten – kleine runde Körper. Dort reagieren Wasser und Kohlendioxid zu Glukose. Der Trick ist das Chlorophyll, der grüne Farbstoff. Er nutzt die Sonnenstrahlen, um die Energie für den Zuckeraufbau zu bekommen. Als Nebenprodukt entsteht Sauerstoff, welche die Rübe wieder an die Luft abgibt.

Da Glukose sich schlecht transportieren lässt, stellt die Rübenpflanze daraus Saccharose (Zucker) her. Der Zucker wird in den Rübenkörper transportiert, der dadurch immer weiter zur Rübe anwächst. War der Samen nur so groß wie ein Stecknadelkopf, wiegt die Rübe zur Erntezeit 700 bis 1.300 Gramm. Die meisten Pflanzen, zum Beispiel Getreide oder Kartoffeln, speichern ihre Energie in Form von Stärke. Die Zuckerrübe ist eine der wenigen Pflanzen, die Zucker direkt speichern können. Das wird ausgenutzt: Denn genau der Zucker, den die Rübe mit Sonnenenergie aufbaut, landet später in der Tüte – ein echtes Naturprodukt.

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Warum wir Zucker als Zutat brauchen

Zucker ist fester Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Er macht Lebensmittel besser und kann dabei viel mehr als nur süßen. Wer selbst kocht, kennt das: Zucker bringt Aromen auch in herzhaften Speisen zur vollen Entfaltung. In Soßen und Salaten sorgt er für den runden Geschmack. Beim Backen hilft er mit, dass der Hefeteig aufgehen kann und Kekse ihre appetitliche Farbe und knusprige Kruste bekommen.

Zucker macht Speiseeis cremig, weil er den Gefrierpunkt senkt. Darüber hinaus macht Rübenzucker Lebensmittel wie Marmelade länger haltbar – und das ganz ohne künstliche Zusätze. Das alles sind Eigenschaften, die sich nicht nur der Verbraucher zuhause, sondern auch die Lebensmittelwirtschaft zunutze macht. Hinzu kommt, dass sich Zucker gut lagern und verarbeiten lässt. Zucker ist daher ein unverzichtbarer Teil in der Lebensmittelkette.

Mehr zu den Funktionen von Zucker gibt’s hier.

Zucker versteckt sich nicht

Wer bei Lebensmitteln wissen will, wie viel Zucker drin ist, kann das in der Nährwerttabelle nachlesen. Dort ist Zucker ganz transparent ausgewiesen. Der Begriff „Zucker“ meint hier den gesamten Zucker, egal ob als Zutat verwendet oder von Natur aus im Produkt enthalten. So können Verbraucher selbst entscheiden, wieviel Zucker sie zu sich nehmen möchten. Mehr zur Kennzeichnung von Zucker in Lebensmitteln.

Apropos Nährwerttabelle: Die wichtigste Angabe steht übrigens ganz oben. Dort ist ausgewiesen, wie viele Kalorien ein Produkt hat und das ist wichtig für das Körpergewicht. Denn entscheidend dafür ist die Kalorienbilanz: Wer mehr Kalorien aufnimmt, als er verbraucht, nimmt zu. Ganz egal, woher diese Kalorien kommen. Auf einzelne Lebensmittel oder Zutaten muss man deshalb nicht verzichten, auch nicht auf Zucker. Zu einem gesunden Lebensstil gehört neben einer ausgewogenen Ernährung zudem ausreichend Bewegung. Denn wer sich viel bewegt, tut nicht nur seiner Kalorienbilanz etwas Gutes.

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