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Handelspolitik

Zucker aus Deutschland, der ohne Subventionen auskommen muss, kann gegen den subventionierten Zucker aus Drittländern preislich nicht konkurrieren.

Weltkarte blau

Der EU-Binnenmarkt ist bereits heute einer der liberalsten Zuckermärkte der Welt. Fast 100 Länder der Welt können ihren Zucker zollfrei oder zum günstigeren Tarif in die EU exportieren.

Allerdings subventionieren die meisten und vor allem die größten Zuckererzeugerländer der Welt direkt oder indirekt die Erzeugung bzw. die Ausfuhr von Zucker auf den Weltmarkt. Die Folge: Der Weltmarktpreis für Zucker ist dramatisch gesunken.

Dies betrifft in besonderem Maße die fünf größten Zuckererzeuger bzw. Zuckerexporteure auf dem Weltmarkt – das sind Brasilien, Indien, Thailand, Australien und Mexiko. Zu den indirekten Subventionen gehören unter anderem hohe Mindestgarantiepreise für den heimischen Zucker, die Bereitstellung vergünstigter Kredite sowie die Quersubventionierung der Zuckerexporte.

Anteil am Weltzuckerhandel 2017 – 2019 Quelle: WVZ-Darstellung, basierend auf ISO und ASA

Hiesige Zuckererzeuger müssen ohne Subventionen auskommen. Sie geraten auf dem EU Binnenmarkt unter erheblichen Preisdruck und können kaum gegen die subventionierten Importe aus Drittländern konkurrieren. Zudem sind rentable Zuckerexporte aus der EU unter diesen Bedingungen für sie nicht möglich.

Hier finden Sie eine Übersicht zur aktuellen Preisentwicklung des Zuckersektors: ec.europa.eu

Den Binnenmarkt vor subventioniertem Importzucker schützen.

Deutscher Zucker, der ohne Subventionen auskommen muss, kann gegen den subventionierten Zucker aus Drittländern preislich nicht konkurrieren. Die EU-Kommission muss daher sicherstellen, dass auf dem europäischen Binnenmarkt, aber auch auf dem Weltmarkt, ein fairer Wettbewerb mit gleichen Chancen für alle Akteure möglich ist. Sie muss den heimischen Zucker vor dem hochsubventionierten Zucker schützen und zur Bedingung machen, dass die wettbewerbsverzerrende Subventionspolitik abgestellt wird.