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Nachhaltigkeit der Zuckerwirtschaft

Rübenzucker aus Deutschland ist ein regionales Produkt aus der Natur. Seit jeher legt die Zuckerwirtschaft Wert darauf, neue Wege für einen schonenderen Umgang mit Ressourcen und Umwelt zu gehen – auf dem Acker und in der Fabrik. Diese Zahlen geben einen Eindruck bisheriger Leistung.

Knapp 20 Mio. Liter Sauerstoff 
Über die gesamte Vegetationszeit macht die Zuckerrübe aus CO2 und Wasser unseren heimischen Zucker. Dabei produziert ein Hektar Zuckerrüben auch knapp 20 Millionen Liter Sauerstoff – so viel, wie 90 Menschen im Jahr benötigen.

50 % weniger Nitrat
Die Zuckerrüben ist in der Lage, den im Boden gebundenen Stickstoff optimal aufzunehmen. Dadurch liegt der Restnitratgehalt im Boden um über 50 % niedriger als bei anderen Pflanzen. So schützt die Zuckerrübe das Grundwasser und die Atmosphäre.

Rund 214.000 Autos ohne Emission:
So viel entspricht der Anteil von Zuckerrüben an den 3,1 Mio. Tonnen CO2, die Autofahrer durch die Sorte E10 jährlich einsparen (Stand 2018). Zuckerrüben bilden einen Rohstoff für die Bioethanol-Herstellung.

99 % des Rübenblatts
verbleiben klein gehäckselt als natürlicher Gründünger auf dem Feld und bringen so Nährstoffe in den Boden.

Rund zwei Meter tief
reichen die fein verzweigten Zuckerrübenwurzeln und lockern das Erdreich auf. So erhalten sie die Bodenfruchtbarkeit und fördern den Ertrag der Folgefrucht.

Über 50 %
wurde der spezifische Energiebedarf pro Tonne Rüben in der Zuckerproduktion seit 1990 gesenkt.

Fast 100% des Wassers,
das für die Zuckerproduktion benötigt wird, stammt aus der Zuckerrübe selbst. Denn sie besteht zu 75% aus Wasser. Frischwasser wird daher für die Verarbeitung der Rübe so gut wie nicht benötigt. Ein Beispiel für ressourcenschonende Produktion.

Die Biodiversität
wird durch die Zuckerrübe in einer breiten Fruchtfolge gefördert. Rübenfelder bieten durch die späte Ernte zudem sichere Brutplätze und Nahrungsquelle für diverse Arten. Viele Rübenanbauer legen zudem Blühstreifen zur Insektenförderung an.

Um fast 20 %
ist die Gesamt-Stickstoff-Düngung pro Hektar seit 2015 reduziert worden.

80 % der Wertschöpfung
Knapp 24.000 Landwirten bietet der Rübenanbau ein wichtiges Einkommen, über 4.500 Menschen sind in der Zuckerindustrie direkt beschäftigt. Dazu kommen die Jobs, die indirekt von ihr abhängig sind. Insgesamt trägt die Zuckerindustrie so zu mehr als 40.000 Jobs in Deutschland bei. 80 % der Wertschöpfung verbleiben dabei in den Regionen, in denen die Zuckerrüben angebaut werden.

100 % der Rübe
werden bei der Zuckergewinnung verwertet – es entstehen Produkte wie Zucker, Tierfutter, Düngemittel oder Biogas. Das von der Rübe gespeicherte Wasser wird im gesamten Produktionsprozess verwendet und am Ende gereinigt in die Natur zurückgegeben. So geht Kreislaufwirtschaft und effiziente Abfallvermeidung.

Fast 60 %
der Rübenanbauer in Deutschland wenden das Mulchsaatverfahren an, das den Boden vor Erosion schützt und das Bodenleben wie Regenwürmer schont.

Der Anbau von Zuckerrüben kann auch helfen, die eingesetzte Menge von Pflanzenschutzmitteln in den Folgekulturen zu reduzieren. Da Rüben bspw. keine Wirtspflanzen für Getreideschädlinge und -krankheiten sind, ist der Befall hier im Folgejahr geringer.

Der CO2-Ausstoß
pro Tonne Rübe wurde in der Zuckerindustrie seit 1990 um mehr als 50% gesenkt