Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V. (WVZ) / Verein der Zuckerindustrie e.V. (VdZ)

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Zucker und Körpergewicht Drucken E-Mail

Immer mehr Menschen in Deutschland sind übergewichtig. Die Energiebilanz ist entscheidend für die Ausbildung von Übergewicht. Nur wer insgesamt mehr Kalorien isst als er verbraucht, nimmt zu. Dabei ist die Quelle der Kalorien egal. Der Zuckerabsatz ist jedoch seit Jahrzehnten nahezu konstant und kann damit keine wesentliche Ursache des zunehmenden Übergewichts sein. Natürlich kann man auch mit Zucker und zuckerhaltigen Lebensmitteln effektiv abnehmen. Stimmung und Wohlbefinden können so erhalten bleiben. Sogar die effektivsten Diäten enthalten Zucker als Kohlenhydratquelle.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 2013 in seiner "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland", kurz DEGS festgestellt, dass mehr als 50 % der Erwachsenen heute übergewichtig oder adipös sind und dadurch auch ein höheres Risiko für begleitende Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2 oder Bluthochdruck haben. Dabei ergibt sich in den verschiedenen Altersstufen ein unterschiedliches Bild:

Übergewicht bei Frauen und Männer

 

Das Körpergewicht wird heute anhand des Body Mass Index (BMI) in verschiedene Kategorien eingeteilt: 

BMIKategorie
< 18,5

Untergewicht

18,5 - 24,9

Normalgewicht

25 - 29,9

Übergewicht

> 30

Adipositas

(starkes Übergewicht)

 

BMI-Formel

 Beim Essen und Trinken lassen sich viele Menschen oft von falschen Vorstellungen leiten. Ein gesundes Gewicht ist sicher sinnvoll. Aber einseitige Diäten nicht. Die Hauptursache für Übergewicht ist eine unausgewogene Energiebilanz. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) geht seit einigen Jahren von einem gesunkenen Energieverbrauch durch verminderte körperliche Aktivität im Alltag aus. Damit ist klar: Nicht eine gestiegene Kalorienaufnahme, sondern der immer geringere Kalorienverbrauch erklärt die zunehmende Übergewichtigkeit der Bevölkerung.

Bei der Verwertung der Energie unserer Nahrung werden die Kohlenhydrate – und Zucker ist ein Kohlenhydrat – zuerst genutzt (verbrannt). Selbst bei sehr hoher Zufuhr nutzt der Organismus alle Kohlenhydrate – also auch Zucker – bevorzugt zur Energiegewinnung oder speichert sie in Form von Glykogen. Sie werden praktisch nicht in Körperfett umgewandelt. In der MONICA-Studie aus Schottland mit über 11.000 Erwachsenen fand man eine negative Beziehung zwischen Körpergewicht und Zuckerverzehr: Je höher der Zuckerverzehr war, desto seltener kam Übergewicht vor. Übergewichtige verzehrten jedoch mehr Fett als Normalgewichtige.

Kohlenhydrate wie Stärke und Zucker dienen dem Organismus hauptsächlich als Energiequellen. Sie werden unter normalen Essbedingungen anders als das Fett aus der Nahrung nicht in Körperfett umgewandelt. Eine hohe Kohlenhydratzufuhr stimuliert sogar die Kohlenhydratverbrennung. Das erklärt, warum Menschen, die sich sehr kohlenhydratreich ernähren, schlanker sind als diejenigen, die viel Fett essen.

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