Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V. (WVZ) / Verein der Zuckerindustrie e.V. (VdZ)

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Zucker, Lebensstil und Diabetes Drucken E-Mail

Es gibt Krankheiten, die wir spontan mit Begriffen verbinden: So werden üblicherweise mit Heuschnupfen, Blütenpollen assoziiert. Beim Stichwort Diabetes mellitus denken viele Menschen direkt an Zucker. Das liegt daran, dass diese weit verbreitete Stoffwechselstörung im Volksmund „Zuckerkrankheit“ genannt wird. Dabei hält sich sogar der Glaube, wer gern und oft Süßes isst, wird zuckerkrank.

Formen des Diabetes

Als Diabetes mellitus (oft nur als Diabetes bezeichnet) werden Stoffwechselstörungen bezeichnet, für die überhöhte Blutzuckerwerte charakteristisch sind. Unterschieden werden die beiden Hauptformen Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2.

Beim Diabetes mellitus Typ 1 fehlt das Hormon Insulin komplett. Dieser Insulinmangel­Diabetes beginnt meist schon im Kindes­ und Jugendalter. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Autoimmunerkrankung. Der Körper bildet Antikörper gegen die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse und zerstört diese. Das Resultat ist ein absoluter Insulinmangel, welcher nur durch die Injektion von Insulin aufgehoben werden kann.

Anders ist es beim Diabetes mellitus Typ 2. Hier kann die Bauchspeicheldrüse zwar noch Insulin herstellen, aber das Hormon wirkt im Körper nicht ausreichend –oder die Menge an Insulin, die von der Bauchspeicheldrüse produziert wird, reicht nicht aus, um den Bedarf zu decken. Diabetes mellitus Typ 2 ist vor allem das Resultat einer positiven Kalorienbilanz durch ständige Überernährung sowie Bewegungsmangel. Wenn das Fettgewebe die aufgenommenen Kalorien nicht mehr ausreichend speichern kann, erhöht sich der Anteil sogenannter freier Fettsäuren im Blut. Diese wiederum schwächen die Insulinwirkung für die Glukoseaufnahme in Körperzellen, etwa in der Muskulatur oder der Leber („Insulinresistenz“). Um diesen Prozess zu kompensieren, muss der Körper ständig mehr Insulin produzieren, damit die Glukoseaufnahme in die Körperzellen gewährleisten ist. Irgendwann sind die Betazellen dann „erschöpft“ und können nicht mehr ausreichend Insulin produzieren („Insulinsekretionsstörung“). Die Folge sind stark erhöhte Glukosespiegel im Blut, dass Hauptmerkmal eines Diabetes mellitus („Hyperglykämie“).

diabetes in dtl

In Deutschland gibt es aktuell mehr als sieben Millionen Menschen mit Diabetes, davon sind mehr als 90 % von Diabetes mellitus Typ 2 betroffen. Mehr als 90 % der Typ 2 Diabetiker sind adipös. Aber auch „normales“ Übergewicht fördert die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2. Gut 67 % der Männer und 53 % der Frauen mit Diabetes mellitus Typ 2 haben ein zu hohes Körpergewicht. Weitere Risikofaktoren sind eine familiäre Veranlagung und zu wenig Bewegung. Weil heute viel mehr Menschen übergewichtig sind als noch vor 40 Jahren, ist die Zahl der Typ 2 Diabetiker angestiegen.

Fazit

Die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2 wird vor allem durch ein zu hohes Körpergewicht und/oder fortgeschrittenes Lebensalter begünstigt. Der Verzehr von Zucker hat jedoch per se keinen Einfluss auf die Entstehung der Krankheit. Relevant für die Vermeidung von Diabetes mellitus Typ 2 sind hingegen ein moderater Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch, der Verzicht auf Rauchen sowie eine Steigerung des Ballaststoffverzehrs und körperlichen Aktivität. Sollte bereits ein Diabetes mellitus Typ 2 vorhanden sein, besteht nach den aktuellen Leitlinien keine Notwendigkeit, auf Zucker zu verzichten. Eine Gewichtsreduktion hat die größte Bedeutung, um den Krankheitsverlauf positiv zu begünstigen.

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