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WVZ Newsletter Q3 2026

Die Themen der Ausgabe:

Die Debatte um die Zuckersteuer reißt nicht ab. Die Zuckerverbände setzen deshalb weiter auf Aufklärung über die Folgen für ländliche Regionen sowie die fehlende Wirkung für Übergewichtszahlen. Wir informieren zudem über neue Ausgaben unserer Videoreihe „haltbar.“, weitere Themen aus der politischen Arbeit und blicken zurück auf die SugarBeet Expo. Ein besonderer Gruß kommt dieses Mal von der neuen Zuckerrübenkönigin.

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Zuckersteuer: Landwirte bringen Protest auf die Straße

„Nein zur Zuckersteuer!“: In einer deutschlandweiten Protestaktion nutzen Zuckerrübenanbauer die diesjährige Rübenkampagne, um ein Zeichen gegen die von der Bundespolitik geplante Zuckersteuer zu setzen. Mit großen Aufklebern an den Rübenlastern machen sie auf mögliche Folgen für ländliche Regionen aufmerksam. Ihr Appell: Die Pläne zur Steuer müssen gestoppt werden. Sie macht niemanden schlank und dennoch zahlen die Rechnung am Ende Verbraucher, Landwirte und die Ernährungswirtschaft. Menschen sollten bei ihrer Ernährung nicht bevormundet werden.

Zur Pressemitteilung: Landwirte starten bundesweite Protestaktion gegen Zuckersteuer

Zum Infodienst: Nein zur Zuckersteuer! Landwirte bringen Protest auf die Straße

Zum Positionspapier Eine Zuckersteuer macht nicht schlank und vernichtet Wertschöpfung

„Macht Zucker Karies?“ – Wissenschaftlich eingeordnet im neuen Videoformat „haltbar.“

Am 25. September war Tag der Zahngesundheit. Anlässlich dessen haben die Zuckerverbände einen Blick auf die Mundgesundheit in Deutschland geworfen und die Bedeutung von Zucker für Karies eingeordnet. In einer neuen Ausgabe erklärt Dr. Philip Prinz, Abteilungsleiter Ernährungswissenschaften der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker, welche Lebensmittel Einfluss auf die Zahngesundheit haben und warum. Er schaut sich an, wie Karies tatsächlich entsteht – und was Zucker, Mundhygiene und weitere Faktoren damit zu tun haben.

Wie es um die Mundgesundheit in Deutschland steht, haben wir in einem aktuellen Infodienst aufbereitet.

Zum Infodienst: Gegen Karies hilft nur Prävention

Branche kämpft mit schwierigem Rübenjahr

Erste Ernte- und Erzeugungsschätzung 2026: Zuckerwirtschaft wehrt sich gegen zusätzliche Belastungen

Die Ergebnisse der Proberodungen zum 15. August 2026 zeigen ein schwieriges Bild: Der erwartete Rübenertrag liegt mit 71,3 Tonnen pro Hektar deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Rübenanbaufläche wurde auf 300.000 Hektar zurückgenommen. Der Zuckergehalt wird aktuell mit 17,8 Prozent eingeschätzt. Entsprechend dürfte auch die Zuckererzeugung geringer ausfallen als im Vorjahr. Die schwierige ackerbauliche Situation trifft auf ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld. Niedrige Zuckerpreise und hohe Produktionskosten setzen Anbau und Verarbeitung schon längere Zeit unter Druck. Mit Sorge blickt die Zuckerwirtschaft daher auch auf die anhaltende Diskussion über die Einführung einer Zuckersteuer in Deutschland.

Zur Pressemeldung zur ersten Ernte- und Erzeugungsschätzung vom 07. September 2026

Zusammen für schnellere Zulassungen – Agrarbündnis startet Petition zum Pflanzenschutz

Gemeinsam mit anderen Branchenverbänden fordern die Zuckerverbände, Innovationen im Pflanzenschutz schneller für Betriebe verfügbar zu machen. Die Prüfung und die Genehmigung von neuen Mitteln müssen beschleunigt werden. Dafür hat das Agrarbündnis Landwirtschaft, Gartenbau, Hopfen- und Zuckerwirtschaft, Genossenschaften, Agrarhandel sowie Industrie eine öffentliche Petition gestartet und sich erstmals gemeinsam an die Bundesregierung gewandt.

Hier die Petition unterzeichnen

Die Pressemeldung zur Aktion

Schilf-Glasflügelzikade breitet sich immer weiter aus: Integrierter Ansatz gegen den SBR-Komplex ist dringender denn je

Monitoringdaten zeigen eine weitere Ausbreitung der Schilf-Glasflügelzikade in Regionen Bayerns, Hessens, Sachsen-Anhalts, Niedersachsens und im rheinischen Anbaugebiet. Gleichzeitig begann der Zikadenflug in diesem Jahr deutlich früher als 2025. An vielen Standorten lagen die Fangzahlen über dem Vorjahresniveau, teilweise kam es innerhalb weniger Tage zu starken Populationsanstiegen. Nach derzeitiger Einschätzung hat die Hitzewelle Ende Juni offenbar den Zikadenflug deutlich begünstigt. Die WVZ sieht weiterhin erheblichen politischen Handlungsbedarf. Notfallzulassungen müssen auch im Jahr 2027 möglich bleiben, solange keine dauerhaft verfügbaren und wirksamen Alternativen zur Verfügung stehen. Zudem braucht es beschleunigte und vereinfachte Zulassungsverfahren für innovative Pflanzenschutzlösungen, eine stärkere öffentliche Förderung von Forschung und Züchtung sowie dauerhaft praxistaugliche Regelungen zur Schwarzbrache.

Zur WVZ-Pressemeldung zur SBR-Situation vom 30. Juli 2026

Königliche Grüße zur Rübenkampagne

Seit August 2026 ist Antonia Wagner neue 16. Deutsche Zuckerrübenkönigin. Sie kommt aus Ingolstadt und ist Kauffrau für Büromanagement beim Maschinenring Digital. Die Verbindung zur Zuckerrübe wurde ihr in die Wiege gelegt, denn sie wuchs auf einem landwirtschaftlichen Betrieb mit der Zuckerrübe auf. In den kommenden zwei Jahren wird sie den Rübenanbau nun auf Veranstaltungen repräsentieren. Bei der SugarBeet Expo 2026 war sie bereits dabei.

Für die diesjährige Rübenkampagne wünscht Antonia Wagner allen Anbauern alles Gute. Hier geht es zum Video.

Mehr zu erfahren über die 16. Deutsche Zuckerrübenkönigin gibt es im aktuellen Interview auf zuckerverbaende.de.

Rückblick: SugarBeet Expo 2026 in Springe

Auf der SugarBeet Expo 2026 standen am 9. und 10. September 2026 die aktuellen Herausforderungen des Zuckerrübenanbaus im Mittelpunkt. Diskutiert wurden unter anderem die Folgen von Trockenheit sowie die Ausbreitung von SBR/Stolbur und die laufenden Forschungsarbeiten zur Entwicklung wirksamer Gegenmaßnahmen. Darüber hinaus präsentierten Unternehmen neue Technologien für Anbau und Ernte.

Auch die wirtschaftlich schwierige Situation der Branche sowie politische Entscheidungen mit Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Zuckerwirtschaft waren Gegenstand zahlreicher Gespräche.

Die Veranstaltung bot Gelegenheit zum fachlichen Austausch zwischen Anbauern, Wirtschaft, Forschung und weiteren Akteuren der Wertschöpfungskette. Wir bedanken uns bei den Organisatoren sowie allen Gesprächspartnern für den offenen Austausch.