Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V. (WVZ) / Verein der Zuckerindustrie e.V. (VdZ)

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Zucker, Lebensstil und Diabetes Drucken E-Mail

Es gibt Krankheiten, die wir spontan mit Begriffen verbinden: So werden üblicherweise mit Heuschnupfen, Blütenpollen assoziiert. Beim Stichwort Diabetes mellitus denken viele Menschen direkt an Zucker. Das liegt daran, dass diese weit verbreitete Stoffwechselstörung im Volksmund „Zuckerkrankheit“ genannt wird. Dabei hält sich sogar der Glaube, wer gern und oft Süßes isst, wird zuckerkrank.

Als Diabetes mellitus (oft nur als Diabetes bezeichnet) werden Stoffwechselstörungen bezeichnet, für die überhöhte Blutzuckerwerte charakteristisch sind. Unterschieden werden die beiden Hauprtformen Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2.

Die beiden Hauptformen des Diabetes werden häufig miteinander verwechselt, daher hier eine kurze Beschreibung der Unterschiede: Beim Diabetes mellitus Typ 1, auch insulinabhängiger Diabetes genannt, fehlt das Hormon Insulin annähernd komplett. Dieser klassische Insulin-­Mangel­-Diabetes beginnt meist schon im Kindes-­ und Jugendalter. Ganz anders Diabetes mellitus Typ 2, der so genannte nicht­-insulinabhängige Diabetes. Hier kann die Bauchspeicheldrüse zwar noch Insulin herstellen, aber das Hormon wirkt im Körper nicht ausreichend – oder die Menge an Insulin, die von der Bauchspeicheldrüse produziert werden kann, reicht nicht aus, um den Bedarf zu decken. Diabetes Typ 2 wurde früher auch als Altersdiabetes bezeichnet, da er meist erst im fortgeschrittenen Erwachsenenalter beginnt. Seit einigen Jahrzehnten nimmt die Zahl der Typ­2­Diabetiker erheblich zu; inzwischen sind auch jüngere Menschen betroffen. Diabetes Typ 2 stellt nach WHO (Weltgesundheitsorganisation) eines der größten Gesundheitsprobleme der Zukunft dar.

In Deutschland leben nach Schätzungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft etwa 6 Millionen Menschen mit Diabetes, davon sind zwischen 85 und 95 Prozent von Diabetes mellitus Typ­2betroffen. Der Verzehr von Zucker hat per se keinen Einfluss auf die Entstehung von Diabetes Typ­2. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) empfehlen zur Vorbeugung von Diabetes keine besonderen Ernährungsformen mehr.

Diabetes Typ­2 kann entstehen, wenn bei einer genetischen Disposition Übergewicht und/oder fortgeschrittenes Lebensalter als Auslösefaktoren hinzukommen. Der Verzehr von Zucker mit der Nahrung hat jedoch per se keinen Einfluss auf die Entstehung der Krankheit. Daher kommt einer Reduktion des Zuckerverzehrs zur Vorbeugung keine relevante Bedeutung zu.Genauso wie gesunde Menschen wird Diabetikern heute eine vollwertige, ausgewogene Ernährung mit einem hohen Anteil an Ballaststoffen empfohlen. Sollte bereits ein Diabetes Typ 2 vorhanden sein, besteht nach den aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften keine Notwendigkeit auf Zucker in der Kost zu verzichten Eine Gewichtsreduktion begünstigt den Krankheitsverlauf von Diabetes Typ 2 positiv. 

 

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