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Eine Zuckersteuer vernichtet Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum

Berlin, 25. August 2026 – Günter Tissen, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker (WVZ) betont: „Die aktuelle kontroverse Diskussion über die Einführung einer Zuckersteuer bestätigt, dass der Ansatz, mit einer Strafsteuer die Staatskassen zu füllen, nicht weiterverfolgt werden darf. Die Zuckersteuer vernichtet Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum, nämlich in der Landwirtschaft, in den Zuckerfabriken und in den nachgelagerten Bereichen wie im Handwerk und Mittelstand.

Eine Zuckersteuer ist ein Bürokratiemonster. Sie verursacht immense zusätzliche Bürokratiekosten und mindert die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Das ist angesichts einer ohnehin angespannten wirtschaftlichen Lage die falsche Antwort auf leere Staatskassen.

Eine Zuckersteuer macht niemanden schlank und führt nur zu einem höheren Süßstoffkonsum. Das zeigen die Erfahrungen aus anderen Ländern. In Großbritannien wurde der Rübenzucker durch künstliche Süßstoffe ersetzt. Am Übergewicht hat sich nichts geändert.“

Für die Zuckerwirtschaft sprechen drei wichtige Argumente gegen die Zuckersteuer:

1. Die Zuckersteuer vernichtet Arbeitsplätze

Die Steuer wird für uns wirtschaftliche Konsequenzen haben. Denn sie bewirkt, dass künstliche Süßstoffe unseren heimischen Rübenzucker ersetzen. Die Nachfrage geht zurück. In der schwersten Krise der Zuckerwirtschaft seit Jahrzehnten werden tarifgebundene Arbeitsplätze und durch harte Arbeit erzielte Wertschöpfung wegfallen. In der Landwirtschaft wird der Rübenanbau, mit seinen guten Leistungen für die Umwelt, zurückgehen

2. Neue Steuer – mehr Bürokratie

1993 wurde eine Zuckersteuer abgeschafft, weil sie sich nicht gelohnt hat. Mit bürokratischem Aufwand soll jetzt in Deutschland eine neue Steuer eingeführt werden. Auch dieses Mal bringt sie Meldepflichten, Kontrollen, Genehmigungen und Verwaltungskosten – für die Wirtschaft und den Steuerzahler. Das ist das Gegenteil des immer wieder angekündigten Bürokratierückbaus.

3. Lenkungssteuer ohne gesundheitliche Wirkung

Eine Zuckersteuer ist keine Gesundheitspolitik. Die Zuckersteuer macht nicht schlank. Großbritannien hat die Zuckersteuer 2018 eingeführt. Das Ergebnis: das Übergewicht steigt weiter an, obwohl der Zuckerverzehr sinkt. Eine zunehmende Süßstoffaufnahme löst zudem auch in deutschen Behörden (BfR, UBA) Sorgen aus.