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Landwirte starten bundesweite Protestaktion gegen Zuckersteuer
Berlin, 1. Oktober 2026 – „Nein zur Zuckersteuer!“: Zuckerrübenanbauer in ganz Deutschland nutzen die diesjährige Rübenkampagne, um ein Zeichen gegen die Zuckersteuer zu setzen. Mit großen Aufklebern an den Rübenlastern machen sie auf mögliche Folgen für ländliche Regionen aufmerksam. Ihr Appell: Die Pläne zur Steuer müssen gestoppt werden. Sie macht niemanden schlank und dennoch zahlen die Rechnung am Ende Verbraucher, Landwirte und die Ernährungswirtschaft. Menschen sollten bei ihrer Ernährung nicht bevormundet werden.
Eine Zuckersteuer bewirkt, dass künstliche Süßstoffe den regionalen Rübenzucker ersetzen. In der schwersten Krise der Zuckerwirtschaft seit Jahrzehnten würde das die Nachfrage zusätzlich senken. Mit weitreichenden Folgen für Arbeitsplätze und die durch harte Arbeit erzielte Wertschöpfung in der Region.
„Historische Tiefstpreise für Zucker. Dürre und Schädlinge auf dem Acker. Enorme Kosten für Energie und Klimaschutz. Eine Zuckersteuer darf jetzt nicht dazu führen, dass regionaler Rübenzucker durch künstliche Süßstoffe ersetzt wird. Das würde das Fass für Zuckerfabriken und Rübenanbauer zum Überlaufen bringen.“ warnt Dr. Stefan Streng, Vorsitzender der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker (WVZ).
Auch auf Verbraucher kommen Mehrbelastungen zu: In einer Zeit steigender Lebenshaltungskosten würde der Staat durch teurere Lebensmittel leere Haushaltskassen füllen. Und zusätzlich zahlen sie indirekt die Mehrkosten für neue Meldepflichten, Kontrollen und Verwaltungskosten. Das alles, obwohl internationale Erfahrungen mit einer Zuckersteuer zwar Veränderungen bei Rezepturen zeigen, aber keinen signifikanten Effekt auf Übergewicht und Adipositas.