Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V. (WVZ) / Verein der Zuckerindustrie e.V. (VdZ)

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Seit mehr als 200 Jahren bildet der Anbau von Zuckerrüben in Deutschland die Grundlage für die Erzeugung von Zucker. Rübenanbauer und Zuckerfabriken gewährleisten gemeinsam die Versorgung der Verbraucher mit diesem hochwertigen Lebensmittel. Von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung sind der Zuckerrübenanbau und die Zuckerindustrie in Deutschland darüber hinaus für den ländlichen Raum. Die Landwirte versorgen die Zuckerfabriken zuverlässig mit ihren Rüben. Auf der anderen Seite sind die Zuckerfabriken bedeutende Katalysatoren für Produktivität, Beschäftigung und Wachstum in der Region.

In Deutschland wurden im Wirtschaftsjahr 2015/16 in 29.508 landwirtschaftlichen Betrieben Zuckerrüben angebaut, die in 20 Zuckerfabriken zu Zucker verarbeitet wurden. Bei deutlich kürzerer Kampagnendauer und einer reduzierten Anbaufläche von 254.483 ha eine Verringerung von etwa 25 Prozent im Vergleich zu 2014/15 wurden insgesamt 18,2 Millionen Tonnen Rüben verarbeitet. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 37 Prozent. Die Zuckererzeugung 2015/16 betrug insgesamt 2,942 Millionen Tonnen – ein Rückgang von 34,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der durchschnittliche Zuckerertrag lag bei 11,56 Tonnen pro Hektar und war somit 12,7 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Im Wirtschaftsjahr 2014/15 wurden in Deutschland 3,05 Millionen Tonnen Zucker abgesetzt. 89,2 Prozent gingen hiervon an die Zucker verarbeitende Industrie und das Handwerk sowie an die chemische Industrie bzw. Fermentationsindustrie. 10,8 Prozent wurden als Haushaltszucker in Form von Raffinade, Puderzucker, Würfelzucker, Kandis und anderen Sorten vorwiegend über Discountmärkte und den Lebensmittelhandel verkauft.

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