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Freihandel mit Australien und Thailand: Die Zuckerwirtschaft darf nicht den Preis für neue politische Deals zahlen

Berlin, 23. März 2026 – Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Australien steht kurz vor dem Abschluss. Auch ein Abkommen mit Thailand – einem der größten Zuckerexporteure weltweit – wird derzeit verhandelt. Die deutsche Zuckerwirtschaft fordert von der EU, den regionalen Rübenzucker wirksam zu schützen.

Die Branche steht unter enormem Druck: Der Zuckerpreis ist eingebrochen, die Kosten steigen. Gleichzeitig haben deutsche Rübenanbauer und Zuckerunternehmen mit Wettbewerbsverzerrungen zu kämpfen – verursacht durch eine ungleiche Pflanzenschutz- und Subventionspolitik innerhalb der EU sowie auf dem Weltmarkt. Zusätzliche zollfreie Zuckerimporte, insbesondere aus Ländern mit geringeren Standards, würden den Rübenanbau in Deutschland wirtschaftlich weiter gefährden.

„In der EU steht ausreichend Zucker zur Verfügung. Jede Tonne Zucker, die zollfrei in die EU importiert wird, kann eine Tonne Rübenzucker verdrängen, die unmittelbar vor unserer Haustür nachhaltig und nach höchsten Standards produziert wird“, warnt Günter Tissen, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker vor einer weiteren Marktöffnung. „Ich appelliere an Brüssel, die heimische Zuckerwirtschaft nicht den Preis für neue Handelsabkommen zahlen zu lassen.“