Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V. (WVZ) / Verein der Zuckerindustrie e.V. (VdZ)

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Rund zwei Drittel des weltweit erzeugten Zuckers werden direkt in den Erzeugerländern verbraucht. Nur ein Drittel des Zuckers wird auf dem so genannten Weltmarkt gehandelt. Im Wirtschaftsjahr 2010/11 beträgt die Gesamtmenge des weltweiten Handelsvolumens rund 59 Mio. t. Davon werden rund 9 Mio. t über Präferenzabkommen oder vergleichbare Regelungen abgewickelt. Auf dem „freien Weltmarkt“ werden somit rund 50 Mio. t Zucker bzw. 30 Prozent der Weltzuckererzeugung gehandelt. Hauptbörsenplätze sind London und New York.

Witterungsbedingte Ernteschwankungen in den Haupterzeugerregionen wirken sich auch auf den weltweiten Zuckerhandel aus. So führten Angebotsengpässe im Jahr 2009 den Zuckerpreis auf ein Rekordhoch. Verursacht wurde dieser starke Anstieg des Weltmarktpreises durch schlechte Ernteerwartungen in Brasilien sowie den höheren Einfuhrbedarf Indiens. Die geringe Exportverfügbarkeit am Weltmarkt wurde noch durch die erhöhte Nachfrage Ägyptens, Pakistans, Mexikos und Indonesiens verstärkt. Im Februar 2010 erreichte der Preis für Weißzucker an der Börse in London mit rund 705 US $ oder umgerechnet rund 552 Euro je Tonne den höchsten Stand seit 29 Jahren. Der anschließend beginnende Einbruch endete im April 2010 bei rund 358 Euro pro Tonne. In den darauffolgenden Monaten begann ein erneuter stetiger Preisanstieg, der sich bis zum Ende des Jahres konstant fortsetzte. Im Januar 2011 erreichte der Weißzuckerpreis an der Börse in London mit 577 Euro pro Tonne Zucker ein neues Rekordhoch.

 

Weltmarktpreise für Rohzucker

- in US cts/lb -

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