Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V. (WVZ) / Verein der Zuckerindustrie e.V. (VdZ)

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Bilanz zur Rübenkampagne 2020/21 belegt angespannte Situation der Branche – Die Ungleichbehandlung in der EU muss aufhören Drucken E-Mail

Berlin, 31.03.2021 – Die Zuckerwirtschaft zieht Bilanz zur zurückliegenden Zuckerkampagne. Diese zeigt: Die Branche steht unter Druck. Der ungleiche Wettbewerb, vor allem innerhalb der EU, belastet den Rübenanbau in Deutschland zunehmend.

Die Zahl der Anbauer, die Rübenfläche und damit die Menge an regional erzeugtem Rübenzucker ist rückläufig. Dadurch verliert die Landwirtschaft nicht nur Biodiversität auf dem Acker, sondern auch die wichtigen Umweltleistungen der Zuckerrübe. „Die Politik kann und muss die aktuellen GAP-Verhandlungen als Chance nutzen, Wettbewerbsnachteile für unsere Branche auszugleichen und die Umweltleistungen zu honorieren“, fordert Günter Tissen, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker. „Viele EU-Staaten verschaffen sich durch Kopplungen nationale Vorteile. Der Rübenanbau in Polen oder der Slowakei wird ausgeweitet, bei uns geht er zurück. Rübenanbauer in Deutschland dürfen nicht länger in die Röhre schauen, sie brauchen eine verlässliche Perspektive.“

Vor allem, weil der Rübenanbau viel für die Umwelt leistet: Er reduziert Nitrat im Boden und verbessert die Bodenfruchtbarkeit sowie dessen Struktur. Durch den Zwischenfruchtanbau und Mulchsaatverfahren schützt er vor Erosion und bietet einen Rückzugsraum für Feldvögel. Zudem trägt die Rübe zu mehr Biodiversität bei, weil mit ihr eine Blattfrucht in die Fruchtfolge integriert wird und vor der Rübe Zwischenfrüchte angebaut werden. Nicht zuletzt ist die Zuckerrübe Rohstoff für Bioethanol und hilft somit, fossile Treibstoffe zu ersetzen. „Wir können uns schlicht nicht leisten, die Rübe als wertvollen Teil der Fruchtfolge hier zu verlieren und dafür Zucker zu importieren. Um den regionalen Anbau zu sichern, müssen Prämienzahlungen in anderen Ländern hierzulande ausgeglichen werden - wenn nicht durch gekoppelte Zahlungen dann durch die Öko-Regelungen. Gute Gründe dafür haben wir“, ergänzt Tissen.

Kampagnenschlussbericht

 

Anbaufläche ha

Rüben-ablieferung t/ha

Zuckergehalt %

Rübenmenge   Verarbeitung t

Zuckererzeugung aus Rüben in t

Kampagne 2020/ 2021

350.743

73,3

17,86

25.721.740

4.102.787

Kampagne 2019/ 2020

372.287

72,5

17,59

26.990.280

4.235.932

 

WVZ Infografik Anzahl Ruebenbauer 2020

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