| Rübenanbau und Zuckererzeugung |
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In der Bundesrepublik Deutschland wurden im Wirtschaftsjahr 2010/11 in 32.542 landwirtschaftlichen Betrieben auf einer Anbaufläche von rund 345.000 ha Zuckerrüben angebaut. Aus den auf dieser Fläche angebauten und geernteten Zuckerrüben (rund 22 Mio. t) wurde in 20 Zuckerfabriken Zucker erzeugt. Während der Kampagne wurden in den Zuckerfabriken täglich rund 230.000 t Zuckerrüben zu Zucker verarbeitet, d.h. pro Fabrik ca. 11.478 t. Die Zuckererzeugung lag mit 3.442.683 t um 18,7 Prozent unter dem Vorjahresergebnis (4.232.290 t). Diese Entwicklung ist zum größten Teil auf die reduzierte Anbaufläche und die ungünstigen Witterungsbedingen zurückzuführen. Das Anbaujahr 2010 war von extremen Bedingungen geprägt: Das Frühjahr war kühl und nass, so dass die Aussaat in den meisten Gebieten später begann und oft unterbrochen werden musste. Die anschließenden sommerlichen Temperaturen bis zu 39° C und die lang anhaltende Trockenheit bedeuteten für die Zuckerrüben Stress. Fehlende Niederschläge führten zu einem vorübergehenden Entwicklungsstillstand. Im August sorgten dann kräftige Regenfälle für einen Wachstumsschub, so dass die Rübenerträge mit 65,1 t/ha (Vorjahr: 71,2 t/ha) knapp über dem 5-jährigen Mittel von 64,3 t/ha lagen. Insgesamt verlief die Rübenverarbeitung in den Zuckerfabriken trotz des frühen und anhaltenden Wintereinbruchs weitgehend ohne größere technische Störungen. Die ungünstigen Wachstumsbedingungen führten auch zu einem um 4,8 Prozent niedrigeren Zuckergehalt. Er lag im Bundesdurchschnitt bei 17,3 Prozent (Vorjahr: 18,2 %). In allen Anbaugebieten lagen die Zuckererträge in der Kampagne 2010/11 unter dem Vorjahresniveau. Im Bundesdurchschnitt verringerte sich der Ertrag um 13,6 Prozent. Der durchschnittliche Zuckerertrag betrug 9,98 t/ha. Die Kampagne 2010/11 begann am 14. September 2010 und endete am 20. Januar 2011. In vielen Regionen Deutschlands war die Kampagne zunächst durch reichliche Niederschläge erschwert, was teilweise vorübergehend zu Versorgungsengpässen in den Fabriken führte. Ende November bis Mitte Dezember führte ein Kälteeinbruch mit regional starken Schneefällen zu teilweise sehr schwierigen Bedingungen beim Rübentransport.
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