Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V. (WVZ) / Verein der Zuckerindustrie e.V. (VdZ)

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Gewinnung des Rohsaftes Drucken E-Mail

Grafik: Gewinnung des Rohsaftes

Die Rübenschnitzel werden auf Förderbändern zu ca. 20 m hohen Extraktionstürmen geleitet. Dort bewegen sich die Schnitzel von unten nach oben, während von oben im Gegenstrom 70° C heißes Wasser an den Schnitzeln vorbeifließt. Durch die Hitze des Wassers öffnen sich die freiliegenden Zellwände der Schnitzel und die enthaltenen Zuckermoleküle treten ins Wasser über. Dieses Verfahren wird auch Gegenstromextraktion genannt. Am unteren Ende des Extraktionsturmes wird der sogenannte "Rohsaft" abgepumpt. Er hat eine graue bis schwarze Farbe und einen Zuckeranteil von 13 – 15 Prozent.

 

Die entzuckerten Rübenschnitzel werden ausschließlich als Futtermittel verwendet. Je nach Weiterverarbeitung und Feuchtigkeitsgrad unterscheidet man „Nassschnitzel“, „Pressschnitzel“ und „Trockenschnitzel“. Um den Energiegehalt der Trockenschnitzel zu erhöhen, kann Melasse zugefügt werden. Man erhält dann so genannte „melassierte Trockenschnitzel“ bzw. „Melasseschnitzel“.


Grafik: Schema Kalkung

Der Rohsaft enthält neben dem Zucker auch verschiedene organische und anorganische Bestandteile der Rübe. Diese Nichtzuckerstoffe werden mit Hilfe von zugesetzter Kalkmilch und Kohlensäure gebunden und ausgefällt. Zurück bleibt eine klare, hellgelbe Flüssigkeit - der Dünnsaft. Der ausgefällte Carbokalk wird abgepresst und als Kalk-Düngemittel in der Landwirtschaft eingesetzt.