Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V. (WVZ) / Verein der Zuckerindustrie e.V. (VdZ)

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Zucker war bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts ein begehrtes und kostbares Süßungsmittel, das ausschließlich aus dem in Übersee angebauten Zuckerrohr gewonnen wurde. Erst im Jahr 1747 entdeckte der Chemiker Andreas Sigismund Marggraf, dass heimische, als Viehfutter angebaute Rüben Zucker enthalten. Nachdem es Franz Carl Achard gegen Ende des 18. Jahrhunderts gelungen war, aus verschiedenen Futterrüben eine weißschalige Rübe mit erhöhtem Zuckergehalt, die weiße schlesische Rübe, zu selektieren, errichtete er 1801 in Schlesien die erste Rübenzuckerfabrik der Welt. Nach und nach entwickelten sich in den Folgejahren Rübenanbau und Rübenverarbeitung in ganz Europa.

Der Zuckergehalt der Rüben betrug damals ca. 4 Prozent. Die kontinuierliche Entwicklung in der Pflanzenzüchtung und den Anbaumethoden haben dazu geführt, dass die Zuckerrübe heute einen Zuckergehalt von 17 bis 22 Prozent aufweist. Sie ist die zuckerreichste Pflanze in Europa.

Die Zuckerrübe gehört zur Familie der Gänsefußgewächse. Sie ist eine zweijährige Pflanze, die im ersten Jahr ausschließlich vegetative Organe bildet (Blätter, Rübenkörper, 2 m tief reichende Faserwurzeln). Im Rübenkörper werden Kohlenhydrate in Form von Saccharose gespeichert. Nach einer winterlichen Ruhepause entwickelt die Rübe im zweiten Jahr einen bis zu einem Meter hohen, reich verzweigten Blütenstand, der die Samen ausbildet. In Deutschland werden Zuckerrüben nur einjährig zur Zuckergewinnung angebaut.

Die Zuckerrübe ist ein wichtiger Bestandteil der landwirtschaftlichen Fruchtfolge. Insbesondere getreidebetonte Fruchtfolgen werden durch den Anbau von Zuckerrüben aufgelockert.