Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V. (WVZ) / Verein der Zuckerindustrie e.V. (VdZ)

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Biokraftstoff Ethanol Drucken E-Mail

Biokraftstoff Ethanol

Bioethanol wird aus zucker- und stärkehaltigen Pflanzen gewonnen. Die Auswahl der Pflanzen richtet sich nach der regionalen Verfügbarkeit und Preiswürdigkeit – in Deutschland kommen vorwiegend Futtergetreide und Zuckerrüben zum Einsatz. Die nachhaltige Produktion von Biokraftstoffen und somit auch für Bioethanol aus zucker- oder stärkehaltigen Pflanzen ist in Deutschland seit 2011 gesetzlich geregelt. Die deutschen Hersteller nutzen die durch die EU-Kommission anerkannten Zertifizierungssysteme REDcert ISCC, welche alle Stufen des Produktionsprozesses von der Landwirtschaft bis zum Bioethanolhersteller erfassen. Mit der Internet-Anwendung „Nabisy" (für Nachhaltige - Biomasse - Systeme) der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) müssen die Hersteller die in Deutschland notwendigen Nachhaltigkeitsnachweise von Biokraftstoffen erbringen, bevor sie von den Mineralölunternehmen in den Verkehr gebracht werden können. Die BLE veröffentlicht jährlich einen Evaluationsbericht auf Basis der Nabisy-Datenbank. Hier zeigt sich, dass die erst ab 2017 geltende Mindesteinsparung von CO2-Äquivalenten in Höhe von 50 Prozent gegenüber dem fossilen Vergleichswert (83,8 g CO2 eq / MJ) bereits 2016 von Bioethanol mit einem Durchschnittswert von 75,4 Prozent deutlich übertroffen wurde. Weiterhin wurde in dem Evaluationsbericht festgestellt, dass die Gesamteinsparung der Treibhausgasemissionen aller Biokraftstoffe (rein - Bioethanol, Biodiesel, Biomethan, Pflanzenöl) knapp 77 Prozent gegenüber fossilen Kraftstoffen betrug. Das bedeutet, dass durch den Einsatz von Biokraftstoffen anstelle von fossilen Kraftstoffen rund 7,3 Mio. t CO2-Äquivalente vermieden wurden.

Für das Jahr 2018 erwartet die Bioethanolwirtschaft eine positive Entwicklung im Absatz, denn im Jahr 2017 erzielte Bioethanol eine zertifizierte CO2-Minderung von 75,4 Prozent gegenüber fossilem Benzin. Es wird erwartet, dass sich dieser hervorragende Wert positiv auf den Einsatz von Bioethanol als Beimischung in Super, Super Plus und Super E10 sowie in der Beimischungskomponente ETBE auswirken wird. Seit dem 1. Januar 2017 müssen die Mineralölunternehmen für alle verkauften Kraftstoffe, also Benzin und Diesel, eine CO2-Minderung in Höhe von 4,0 Prozent nachweisen. Erst ab dem Jahr 2020 wird gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz eine Treibhausgasminderung von 6,0 Prozent gefodert.

Bioethanolproduktion in Deutschland
- in t -

 2017
 

 Rohstoff

 Bioethanol

 Anteil in %

Futtergetreide 2 144 991 522 638 77,7
Zuckerrübenäquivalent 1 500 259 141 401 21,0
Andere Rohstoffe 195 567 8 892 1,3
Gesamt  3 840 817 672 931 100 
Quelle: BfB, BDBe

 


Entwicklung der Produktion und des Verbrauchs von Bioethanol

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Entwicklung der Produktion und des Verbrauchs von Bioethanol

 

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