Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V. (WVZ) / Verein der Zuckerindustrie e.V. (VdZ)

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In Sachen Zahngesundheit ist Deutschland Spitze Drucken E-Mail

Zahngesundheit_3Die Zähne der Deutschen werden immer gesünder ­– das belegt ganz aktuell das Statistische Jahrbuch der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KZBV). 2013 haben die deutschen Kassenzahnärzte 1,1 Mio. Zähne weniger gefüllt und 200.000 Zähne weniger gezogen als im Vorjahr.1,2 Zugleich geht das Auftreten von Karies immer weiter zurück, wie die KZBV-Daten zeigen.2

Immer mehr Kinder können sich sogar über ein komplett kariesfreies Gebiss freuen. Wie die aktuelle 4. Deutsche Mundgesundheitsstudie belegt, hatten im Studienjahr 2005 70 Prozent der 12-jährigen Kinder in Deutschland keine Karies. Dieser Anteil hat sich kontinuierlich verbessert.3  

Spitzenwert in Europa: Fast alle Kinderzähne bei 12-Jährigen gesund

Selbst bei den 12-jährigen, die Karies aufweisen, zeigen sich erfreuliche Tendenzen. Im Mittel war bei den Kindern dieser Altersklasse weniger als ein Zahn kariös. Der durchschnittliche DMFT-Wert (decayed, missed, filled teeth) lag bei 0,7. In der 3. Deutschen Mundgesundheitsstudie von 1997 lag der DMFT-Wert noch bei 1,7.3,4 Mit dem aktuellen Wert von 0,7 nimmt Deutschland europaweit einen Spitzenplatz ein und hat den von der WHO und der Bundeszahnärztekammer angestrebten Wert von 1,0 für 2020 bereits jetzt deutlich unterboten.4,5 Wesentliche Gründe für den Kariesrückgang sind ein gesteigertes Bewusstsein für Zahngesundheit und Zahnhygiene, sowie die regelmäßige Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasta. 

Entscheidend ist, wie oft Kohlenhydrate gegessen werden

Gesunde Zähne tragen maßgeblich zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Neben der Zahn- und Mundhygiene spielt das Ernährungsverhalten eine wichtige Rolle. Anders als oft diskutiert, hat die Menge des verzehrten Zuckers jedoch aus wissenschaftlicher Sicht keinen wesentlichen Einfluss auf die Zahngesundheit.6,7 Vielmehr ist die Häufigkeit des Konsums aller fermentierbaren Kohlenhydrate entscheidend – unabhängig davon, ob sie natürlich vorkommen oder zugesetzt sind. Das heißt, auch Kohlenhydrate aus Brot oder Nudeln, Obst oder Vollkornprodukten zählen dazu.

Dass kein direkter Zusammenhang zwischen Zuckermenge und Zahngesundheit besteht, wird auch darin deutlich, dass der Zuckerabsatz in den letzten 40 Jahren nahezu konstant geblieben ist,8 während sich die Zahngesundheit kontinuierlich verbessert hat.

Beste Kariesprophylaxe: Zahnhygiene und Fluorid

Bei der Entstehung von Karies spielen viele Einflussfaktoren eine Rolle.6,9 Neben der Häufigkeit des Verzehrs fermentierbarer Kohlenhydrate sind die Mund- und Zahnhygiene sowie die Verfügbarkeit von Fluoriden bedeutsam. Zudem können weitere Faktoren wie die Qualität und Quantität des Speichels zur Entstehung von Karies beitragen.6 Maßnahmen zur Kariesprävention sollten alle diese Faktoren ganzheitlich berücksichtigen. Wie die aktuellen Daten zeigen, zählen gute Mundhygiene und die regelmäßige Verwendung von fluoridhaltiger Zahnpasta zu den erfolgreichsten Maßnahmen der Kariesprophylaxe.

 

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1 KZBV: Statistisches Jahrbuch 2013 – Zahnärztliche Versorgung im Detail, www.kzbv.de, Berlin 2014.

2 KZBV: KZBV stellt zentrale Daten zur zahnärztlichen Versorgung vor, www.kzbv.de, – Pressemitteilung vom 13. Januar 2014.

3 Micheelis W., Schiffner U.: Vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS IV). Hrsg.: Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ). IDZ-Materialienreihe Band 31. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, 2006.

4 Robert Koch-Institut: Mundgesundheit. Gesundheitsberichterstattung des Bundes 2009; Heft 47.

5 OECD: Health at a Glance. OECD-Indicators 2009. OECD Publishing, 2009, S. 35.

6 EFSA: Scientific Opinion on Dietary Reference Values for carbohydrates and dietary fibre, EFSA Journal 2010; 8(3):1462.

7 Ruxton C.H., Garceau F.J., Cottrell R.C.. Guidelines for sugar consumption in Europe: is a quantitative approach justified? Eur J Clin Nutr. 1999; 53(7), S. 503–513.

8 Bartens A., Mosolff H.: Zuckerwirtschaft Europa 2013. Verlag Dr. Albert Bartens KG, 59. Jahrgang, Berlin 2013.

9 Institute of Medicine, Food and Nutrition BoardDietary Reference Intakes for Energy, Carbohydrate, Fibre, Fat, Fatty Acids, Cholesterol, Protein and Amino Acids. The National Academies Press. Washington DC, 2005.