Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V. (WVZ) / Verein der Zuckerindustrie e.V. (VdZ)

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Zuckerwirtschaft kritisiert Konsensuspapier zur Zuckerzufuhr Drucken E-Mail

Berlin, 11. Januar 2019 – Anlässlich des Konsensuspapiers „Quantitative Empfehlung zur Zuckerzufuhr in Deutschland" von DAG, DDG, DGE erklärt Günter Tissen, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker e.V. (WVZ):

Dass die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sich in ihrem Konsensuspapier auf einmal der WHO mit ihrer Richtlinie zur Aufnahme von freien Zuckerarten anschließt, verwundert sehr. Schließlich hat die DGE bisher erklärt, „ob es möglich ist, einen Grenzwert für die Zuckerzufuhr abzuleiten, müsste aufgrund der unsicheren Datenlage in weiteren Untersuchungen geklärt werden". (https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/ws/position/DGE-Position-WHO-Richtlinie-Zucker.pdf).

Auch das bundeseigene Max Rubner-Institut (MRI) hat zu den WHO-Empfehlungen darauf hingewiesen, dass es dafür keine wissenschaftliche Grundlage gibt.

Das Konsensuspapier steht auch im Widerspruch zu der von der DGE veröffentlichten Evidenzbasierten Leitlinie zur Kohlenhydratzufuhr, in der gerade kein Zusammenhang zwischen der Zuckeraufnahme und der Entstehung von Adipositas und ernährungsassoziierten Erkrankungen, wie Typ 2 Diabetes festgestellt werden konnte.

Auch die Empfehlungen der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zur Zufuhr von Kohlenhydraten und Ballaststoffen, sehen gerade keinen Grenzwert für Zucker vor.

Neue wissenschaftliche, belastbare Erkenntnisse, die eine Revision der bisherigen DGE-Beurteilung wissenschaftlich begründen könnten, werden in dem Konsensuspapier nicht angeführt. Diese gibt es aus unserer Sicht auch nicht.

Offenbar ist das Konsensuspapier also weniger durch einen wissenschaftlichen Ansatz motiviert als von aktuellem politischem Denken. Gerade das wird im Kampf gegen Übergewicht als den zentralen Risikofaktor von Zivilisationskrankheit aber nicht helfen, sondern ist eine vergebene Chance.

Die WVZ sucht das Gespräch mit der DGE, um auf wissenschaftlicher Ebene offene Fragen zum Konsensuspapier zu klären.

 

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