Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V. (WVZ) / Verein der Zuckerindustrie e.V. (VdZ)

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Zuckerrübenanbau: Bienen- und Pflanzenschutz gemeinsam sicherstellen Drucken E-Mail

Die WVZ fordert Lösungen, die die Nachhaltigkeit des Rübenanbaus nicht gefährden

Berlin, 26.04.2018 - Die deutsche Zuckerwirtschaft warnt die EU-Mitgliedstaaten, dem Vorschlag der Europäischen Kommission zu folgen und den Einsatz von Neonicotinoiden ohne Berücksichtigung der besonderen Bedingungen im Zuckerrübenanbau zu verbieten. Die deutschen Rübenanbauer sind von dieser Entscheidung unmittelbar und hart betroffen. Kommission und Mitgliedstaaten müssen die spezifischen Bedingungen des Einsatzes von Neonicotinoiden im Rübenanbau berücksichtigen:

  • Zuckerrüben blühen während des einjährigen Anbaus zur Zuckergewinnung nicht.
  • Die tropfenförmige Abgabe von Wasser durch Blätter hat bei Zuckerrüben keine Bedeutung für Bienen.
  • Die Behandlung des Saatguts mit Neonicotinoiden erfolgt ausschließlich in geschlossenen Räumen und nach höchsten Sicherheitsstandards.

Zudem ist die Bewertung der EFSA unvollständig, da jüngste Untersuchungen zur Beurteilung des Risikos durch Folgefrüchte nicht berücksichtigt wurden. Die Schlussfolgerung der EFSA, dass ein Risiko für Bienen in diesem Expositionsszenarium nicht ausgeschlossen werden kann, basiert somit nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern auf einer Lücke in der Datengrundlage.

Da es sich bei den Folgekulturen in 90 % aller Fälle um Getreide und somit ebenfalls um Kulturen handelt, die für Bienen nicht attraktiv sind, ist davon auszugehen, dass auch im Bereich der Folgekulturen nur ein geringes Risiko besteht. Vor diesem Hintergrund ist es absolut unverständlich, dass sich die Kommission bisher geweigert hat, die EFSA mit einer Aktualisierung ihrer Bewertung zu beauftragen, obwohl ihr seit geraumer Zeit bekannt ist, dass Untersuchungen zu Folgefrüchten existieren. Überdies hat die Kommission bislang auch keine geeigneten Managementmaßnahmen in Betracht gezogen, die sowohl den Anforderungen des Bienen- als auch des Pflanzenschutzes Rechnung tragen würden.

Ein Verbot des Einsatzes von Neonicotinoiden auch im Zuckerrübenanbau würde die Anbauer zwingen, anstelle der gezielt wirkenden Saatgutbeizung auf weniger nachhaltige und kostenintensive Alternativen mit Flächenspritzungen auszuweichen. Ein solcher Rückschritt in der Pflanzenschutztechnik widerspricht den Zielen eines nachhaltigen Pflanzenbaus. Aufgrund der damit verbundenen höheren Kosten sowie einer geringeren Wirksamkeit der Verfahren stellt er die Wirtschaftlichkeit des Rübenanbaus in Frage.

 

Kontakt
Olivia Päßler
Abteilungsleiterin Öffentlichkeitsarbeit
Wirtschaftliche Vereinigung Zucker
Friedrichstraße 69
10117 Berlin
Tel.: +49 30 206 18 95 -50
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