Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V. (WVZ) / Verein der Zuckerindustrie e.V. (VdZ)

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Zucker: Bewährtes Lebensmittel, kein Killer Drucken E-Mail

WVZ zu Anmoderation im ZDF heute-journal vom 22.10.2015

Bonn, 23. Oktober 2015Zucker ist kein Killer, sondern ein traditionelles Lebensmittel. Mit dieser Feststellung reagiert die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) auf den Beitrag im ZDF heute-journal vom 22.10.2015. Dort war in der Anmoderation zu einem Bericht über den Film „Voll verzuckert – That Sugar Film“ geäußert worden, dass Zucker ein „Killer“ sei. Die WVZ vertritt als Dachverband die Rübenbauern und Zuckerfabriken in Deutschland.

Zucker macht weder krank noch dick, und ganz sicher tötet Zucker nicht. Er gehört ganz einfach zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Die Behauptung, Zucker sei ein Killer (das hieße, dass Zucker tötet und das sogar mit Vorsatz und im Auftrag), stellt jedoch den Zucker – und damit auch die Zuckerwirtschaft – in eine kriminelle Ecke. Sie beschädigt das Ansehen eines ganzen Wirtschaftszweiges. Der Schaden ist nachhaltig, denn der entsprechende Beitrag mit Anmoderation ist auch im Internet unter dem Titel „Zucker: Killer in Würfeln“ zu finden, und das Internet vergisst bekanntlich nichts. Diese Form der Anmoderation ist umso überraschender, als die sachliche Berichterstattung ja gerade ein Markenzeichen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist, was oftmals und gerade bei Themen, die in der Gesellschaft emotional diskutiert werden, zur wohltuenden Versachlichung beiträgt.

Die moderne Gesellschaft verändert sich. Vieles, was früher durch körperliche Arbeit geleistet werden musste, haben heute Maschinen übernommen. An die Stelle körperlicher Belastungen treten oft sitzende Bürotätigkeiten, neue Formen von Stress, neue soziale Herausforderungen und neue psychische Anforderungen. Unter diesen neuen Gegebenheiten sind Ernährung, Genuss und Bewegung individuell auszubalancieren. Manchen Menschen gelingt das nicht. Viele bewegen sich zu wenig, einige essen vielleicht zu viel.

Zu den Folgen zählt man unter anderem eine Zunahme von Diabetes Typ 2, Übergewicht und Adipositas. Auf der Suche nach den Ursachen glauben einzelne, aber lautstarke Kritiker, im Zucker die wesentliche Ursache für diese modernen Probleme gefunden zu haben. Das ist schlicht falsch. Was die Ursachen für diese Zivilisationskrankheiten sind, dazu wird weltweit geforscht, manchmal auch spekuliert und oft leidenschaftlich gestritten.

Nach allem, was die heutige Studienlage hergibt, können Zivilisationskrankheiten sehr viele Ursachen haben. Dafür in Frage kommen Veranlagung, vererbte und erworbene Krankheiten ebenso wie psychische Faktoren, der persönliche Lebensstil, Stress oder Schlafmangel. Die Liste ist bereits jetzt lang und sie wird länger. Die deutsche Zuckerwirtschaft, kommt auf Basis der Studienlage zu dem Schluss, dass Zucker nicht zu den Ursachen gehört. Die Dämonisierung von Zucker ist nicht nur falsch, sondern letztlich unverantwortlich. Denn sie verstellt den Blick auf die vielfältigen Ursachen und zugleich auf die Chancen, Zivilisationskrankheiten vorzubeugen und einzudämmen.

Die gesellschaftliche Debatte darüber, wie das geschehen kann, ist notwendig. Sie muss aber mit Blick auf die tatsächlichen Ursachen geführt werden. Die deutsche Zuckerwirtschaft möchte zu einer Versachlichung dieser Debatte beitragen und auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und Studien den Dialog mit der Öffentlichkeit führen.

 

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