Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V. (WVZ) / Verein der Zuckerindustrie e.V. (VdZ)

StartseiteKontakt
Sie sind hier: Start Aktuell Presse / Aktuelle Infos Europäisches Parlament votiert gegen „now contains x %...
Europäisches Parlament votiert gegen „now contains x % less“-Claims Drucken E-Mail

Zuckerwirtschaft begrüßt deutliches Signal gegen irreführende Werbung

Bonn, 3.2.2012 – Die Zuckerwirtschaft begrüßt den Beschluss des Europäischen Parlaments vom 2. Februar 2012 gegen „now contains x % less“-Claims als ein Votum für eine klare Verbraucherinformation.

„Es handelt sich um eine sachgerechte Entscheidung“, so Marcus Otto vom Verein der Zuckerindustrie, „denn mit der Zulassung von „now contains x % less“-Claims hätte die Gefahr der Verbrauchertäuschung bestanden“. Der vom Parlament mit großer Mehrheit abgelehnte Vorschlag der Kommission hätte es ermöglicht, im Falle einer entsprechenden Rezepturänderung mit Angaben wie „enthält jetzt 15 Prozent weniger Energie, Fett, Zucker oder Salz“ zu werben. Schon heute seien nährwertbezogene Angaben zur Reduktion eines Nährstoffs explizit in der so genannten EU-Health-Claims-Verordnung geregelt. Sie seien zulässig, wenn der entsprechende Nährstoffgehalt im Vergleich zu anderen Lebensmitteln derselben Kategorie, auch verschiedener Marken, um wenigstens 30 % niedriger ist. Diese Regelung wäre durch den Kommissionsvorschlag unterwandert worden. Bei den „now contains x % less“-Claims hätten nämlich nicht Lebensmittel derselben Kategorie den Vergleichsmaßstab gebildet, sondern vielmehr allein das entsprechende Produkt desselben Herstellers nach „alter“ Rezeptur. Zudem könne nicht vorausgesetzt werden, dass der Verbraucher die exakte Bedeutung der einzelnen nährwertbezogenen Angaben kenne. So erwarte der Verbraucher z. B. bei einem zuckerreduzierten Produkt in der Regel auch ein Lebensmittel mit weniger Kalorien. Bei festen Lebensmitteln sei dies aber selten der Fall, weil der Zucker durch andere energieliefernde Zutaten ersetzt wird.

Der Vorschlag der Kommission hätte daher zur Folge gehabt, dass sich der Verbrau­cher in einem Dschungel der Werbeaussagen verirrt.