| Rübenanbau und Zucker auf der Grünen Woche |
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Wirtschaftliche Vereinigung Zucker veranstaltete Forum Rübe und Zucker auf dem ErlebnisBauernhofBerlin, 27.1.2012 – Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) veranstaltete am 25. Januar 2012 im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin das Forum „Rübe und Zucker“. Die WVZ hatte dazu eine Reihe von Experten eingeladen, die nicht nur über aktuelle Entwicklungen aus dem Bereich des Anbaus und der Ernte von Zuckerrüben, sondern auch über die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten des Rohstoffes „Zucker“ im industriellen Bereich berichteten. Das Forum, das zum ersten Mal durchgeführt wurde, bildete eine ideale Ergänzung zu den Schauflächen des ErlebnisBauernhofes, die im pflanzlichen Bereich in diesem Jahr ganz im Zeichen des Zuckerrübenanbaus standen. Der erste Teil der Veranstaltung widmete sich dem Aspekt „Umwelt“ und der Frage, welche Beiträge der Zuckerrübenanbau zu einer nachhaltigen Landwirtschaft leistet. Dr. Nicol Stockfisch vom Institut für Zuckerrübenforschung in Göttingen erläuterte, dass die Zuckerrübe über besonders gute Voraussetzungen verfügt, um unter den klimatischen Bedingungen in Mitteleuropa eine Ertragsbildung zu gewährleisten. Bei der Ausnutzung dieses Potentials werde die Pflanzenzüchtung auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Anschließend berichtete Dr. Fred Fürstenfeld vom Bodengesundheitsdienst in Ochsenfurt über die nachhaltige und effiziente Bodennutzung im Zuckerrübenanbau. Bereits heute sei der Zuckerrübenanbau in Deutschland konsequent am Prinzip der Nachhaltigkeit ausgerichtet. Dies werde zum Beispiel durch die geringen Restnitratgehalte im Boden und den hohen Anteil der Mulchsaatflächen und des Zwischenfruchtanbaus deutlich. Im zweiten Block der Veranstaltung berichtete Dr. Heinrich-Hubertus Helmke vom Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer zunächst über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Ernte, Lagerung und Transport von Zuckerrüben. Hier sei es in den vergangenen Jahren gelungen, bei der Vorreinigung der Zuckerrüben auf dem Feld und durch die Erhöhung des Anteils der abgedeckten Rübenmieten hohe Standards zur Regel zu machen. Dr. Klaus Ziegler vom Verband Fränkischer Zuckerrübenbauer widmete seinen Vortrag den Neuerungen in der Rode-Technik und ging dabei besonders auf verschiedene „Köpfverfahren“ ein. Durch eine stetige Optimierung der Rode-Technik werde sichergestellt, dass der auf dem Feld „gewachsene Zucker“ auch tatsächlich vollständig geerntet werde. Im dritten und letzten Teil der Veranstaltung wurden unter der Überschrift „nicht nur süß“ alternative Nutzungen der Zuckerrübe vorgestellt. Dazu erläuterte Dr. Karl Ludovici vom Zuckerhersteller Pfeifer & Langen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Zucker im Bereich der Industrie, darunter im chemischen und pharmazeutischen Bereich. Christian Kionka, Nordzucker, gab im letzten Beitrag des Forums einen Überblick über die vielfältigen Funktionen des Zuckers und spannte den Bogen von der Bereitstellung von Energie für den menschlichen Organismus über die Bedeutung der Zuckerwirtschaft als Wirtschaftsfaktor in den ländlichen Räumen bis zum Rohstoff für die Erzeugung von Bioethanol. |