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Energieeffizienz und freiwillige Klimaschutzselbstverpflichtung

Sämtliche Zuckerfabriken in Deutschland verfügen über eine Kraft-Wärme-Kopplung. Die erzeugten Strommengen übersteigen in der Regel den Eigenbedarf und erlauben somit die Einspeisung des überschüssigen Stromes in das öffentliche Netz. In einigen Fabriken kommen auch Gasturbinen zum Einsatz.

Eine mehrstufige Verdampfung des Dünnsaftes zu Dicksaft ist ebenfalls üblich. Dabei werden die so genannten Brüden jeder Stufe, d.h. der Dampf, der beim Eindampfen einer Lösung entsteht, zur Anwärmung der nächsten Stufe eingesetzt.

 

Im Rahmen der Selbstverpflichtungserklärung der deutschen Wirtschaft zur Klimavorsorge hat sich die deutsche Zuckerindustrie im Jahr 1996 dazu verpflichtet, ausgehend vom Jahr 1990 den spezifischen Energiebedarf von rund 36 kWh/100 kg Rüben auf 29 kWh/100 kg Rüben im Jahr 2005 zu verringern und damit zur Minderung des CO2-Ausstoßes beizutragen.

Ständige Bemühung der Zuckerfabriken ist es, den Primärenergiebedarf zu senken. Dies erfolgt durch eine konsequente Nutzung von Abwärme sowie durch Maßnahmen zur Verbesserung der mechanischen Schnitzelabpressung, die wiederum zu einer Verringerung der zu verdampfenden Wassermengen führt. Weitere Optimierungsmaßnahmen erfolgen im Prozessablauf durch die kontinuierliche Verbesserung der Mess- und Regeltechnik.

Nach einer ständigen Abnahme des Energiebedarfs in den vergangenen 20 Jahren weist die Energiekurve inzwischen einen asymptotischen, d. h. wenig veränderten Verlauf auf. Dies deutet darauf hin, dass weitere Einsparungen nur noch schwer zu realisieren sind. Zusätzlich zu den erheblichen Reduzierungen des Energieeinsatzes hat sich die deutsche Zuckerindustrie dennoch in ihrer Klimaschutzerklärung dazu verpflichtet, den spezifischen Energiebedarf weiter zu reduzieren, entsprechend einer Minderung der CO2 -Emissionen im Zeitraum von 1990 bis 2005 von 41 bis 45 Prozent.

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