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Zucker aus Rüben
Rübenanbau / Zuckererzeugung
Zuckerrübenanbau
Zuckerproduktion
 

Woher kommt der Zucker?

Zucker (chemisch: Saccharose) war bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts ein begehrtes und kostbares Süßungsmittel, das ausschließlich aus dem in Übersee angebauten Zuckerrohr gewonnen wurde. Erst im Jahr 1747 entdeckte der Chemiker A. S. Marggraf, dass heimische, als Viehfutter angebaute Rüben Zucker enthalten. Nachdem es F. C. Achard gegen Ende des 18. Jahrhunderts gelungen war, aus verschiedenen Futterrüben eine weißschalige Rübe mit erhöhtem Zuckergehalt, die weiße schlesische Rübe, zu selektieren, errichtete er 1801 in Schlesien die erste Rübenzuckerfabrik der Welt. Nach und nach entwickelten sich in den Folgejahren Rübenanbau und Rübenverarbeitung in ganz Europa.

 

Die Zuckerrübe gehört zur Familie der Gänsefußgewächse. Sie ist eine zweijährige Pflanze, die im ersten Jahr ausschließlich vegetative Organe bildet (Blätter, Rübenkörper, 2 m tief reichende Faserwurzeln). Im Rübenkörper werden Kohlenhydrate in Form von Saccharose gespeichert. Zur Saatgutproduktion werden die erst im zweiten Vegetationsjahr gebildeten Blüten benötigt.

Zucker – Speicherung von Energie

Bei der pflanzlichen Fotosynthese wird die Strahlungsenergie des Sonnenlichts in den Blättern absorbiert und in eine pflanzeneigene chemische Verbindung überführt. Dabei wird ein Wassermolekül gespalten, der gleichzeitig bei dieser Reaktion gebildete Sauerstoff wird freigesetzt. Im weiteren Verlauf der biochemischen Umsetzungen wird Kohlendioxid umgesetzt und Saccharose gebildet, die aus je einem Molekül Glucose und Fructose aufgebaut ist.

Im Rübenkörper wird das aus den Blättern abgeleitete Kohlenhydrat Saccharose in Konzentrationen bis zu 24 Prozent gespeichert. Somit liegt bereits in der Rübe das ausschließlich aus Kohlendioxid und Wasser gebildete Endprodukt vor, das bei der Zuckergewinnung nicht mehr verändert wird.


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