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Anbau und Erzeugung

In der Bundesrepublik Deutschland wurden im Wirtschaftsjahr 2009/10 in 33.256 landwirtschaftlichen Betrieben Zuckerrüben angebaut. Die Zuckerrübenanbaufläche nahm 2009 mit rund 364.000 ha etwa 3,0 Prozent der gesamten Ackerfläche ein. Die auf dieser Fläche angebauten und geernteten Zuckerrüben wurden in 20 Zuckerfabriken zu Zucker verarbeitet. Rübenanbau und Zuckerindustrie sind für den ländlichen Raum nach wie vor von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung. 

 

Ackerland nach Hauptgruppen des Anbaus 2009

 

 

Die Rübenkampagne 2009 stand im Zeichen hoher Rüben- und Zuckererträge. Insgesamt wurden rund 25,9 Mio. t Zuckerrüben und damit 2,9 Mio. t bzw. 12,7 Prozent mehr Rüben als im Vorjahr zur Verarbeitung an die Fabriken geliefert. Die Rübenverarbeitung in den Zuckerfabriken verlief weitgehend ohne größere technische Störungen.

Im Gegensatz zum Vorjahr haben günstige Witterungsbedingungen zu sehr guten Zuckerrübenerträgen geführt, die mit 71,2 t/ha deutlich über dem Vorjahresniveau (63,2 t/ha) sowie dem 5-jährigen Mittel von 62,5 t/ha lagen. Die Rübenanbaufläche wurde im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr lediglich um 0,1 Prozent auf 364.207 ha ausgedehnt. Die frühe Aussaat, der zügige Reihenschluss sowie die ausreichenden Niederschläge während der Vegetationsperiode haben für eine gute Qualität der Rüben gesorgt und einen hohen Zuckergehalt von 18,15 Prozent im Bundesdurchschnitt zur Folge gehabt. Er lag damit um 0,6 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert von 18,04 Prozent; der niedrigste Wert wurde mit 17,46 Prozent, der höchste mit 18,74 Prozent gemeldet. In allen Anbaugebieten lagen die Zuckererträge in der Kampagne 2009/10 deutlich über dem Vorjahresniveau. Im Bundesdurchschnitt wurde eine Ertragssteigerung von 15,5 Prozent erreicht. Der durchschnittliche Zuckerertrag betrug 11,5 t/ha; der niedrigste Zuckerertrag wurde mit 7,160 t/ha, der höchste mit 13,155 t/ha verzeichnet.

Die Zuckererzeugung aus Rüben ist 2009/10 mit 4.207.463 t um 15,6 Prozent bzw. 552.627 t höher ausgefallen als im Vorjahr (3.638.390 t). Diese Entwicklung ist zum größten Teil auf die hervorragenden Erträge zurückzuführen. Der Gesamtabzug für Erdanhang, Köpfe usw. der angelieferten Rüben lag 2009/10 im Bundesdurchschnitt mit 8,83 Prozent höher als im Vorjahr (8,72%). 
 

Anbaustruktur, Zuckerertrag und Zuckererzeugung in Deutschland 

 
2007/08
2008/09
2009/10
Anbaufläche
in ha
391 496
363 834
364 207
Anzahl der Rübenbauer
40 125
34 436
33 256
Durchschnittliche Anbaufläche eines Rübenanbauers
in ha
9,8
10,6
11,0
Rübenertrag
in t/ha
64,2
63,2
71,2
Zuckerertrag
in t/ha
10,0
10,0
11,6
Zuckererzeugung
in t
3 905 768
3 654 836
4 207 463

 


Die Rübenverarbeitung begann in der Kampagne 2009/10 sehr früh (10.9.). Aufgrund der sehr hohen Erträge wurde die Verarbeitung in einigen Werken erst um den 20. Januar 2010 beendet. Nach dem trockenen September sorgte der Oktoberregen für gute Rode- und Anlieferungsbedingungen. Gegen Ende der Kampagne erschwerte der Wintereinbruch mit viel Schnee und starken Frösten den Transport in einigen Gebieten.

Im Vergleich zu 2008/09 dauerte die Kampagne 2009/10 mit 133 Tagen insgesamt 31 Tage länger (Vorjahr:102 Tage). Zwischen der Fabrik mit der kürzesten (86 Tage) und der Fabrik mit der längsten Kampagnendauer (128 Tage) bestand ein Unterschied von 42 Tagen. Die durchschnittliche Tagesverarbeitung einer Zuckerfabrik betrug 11.658 t gegenüber 11.698 t im Vorjahr und lag damit geringfügig niedriger.


Durchschnittliche tägliche Rübenverarbeitung

Wirtschaftsjahr
t
t / Fabrik
2001/02
306 335

10 211

2002/03

292 624

10 451

2003/04

290 054

10 743

2004/05

288 760

11 106

2005/06

289 322

11 128

2006/07

275 649

11 026

2007/08

261 877

11 386

2008/09

233 959

11 698

2009/10
233 160

11 658

 

 

 


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