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Zuckerabsatz

Der Inlandsabsatz von Zucker ist gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. Mit 3,118 Mio. t wurden im Wirtschaftsjahr 2008/09 gegenüber dem Vorjahr rund 3,5 Prozent weniger Zucker abgesetzt. Der Inlandsabsatz umfasst den inländischen Zuckerabsatz der Zuckerfabriken und der Zuckerimporteure ohne Berücksichtigung des Außenhandels mit zuckerhaltigen Waren. Er gliedert sich auf in 436.865 t Haushaltszucker, 2.365.849 t Verarbeitungszucker und 315.962 t Zucker, der keiner Empfängergruppe zugeordnet werden konnte. Der Zuckerabsatz mit unbekannter Empfängergruppe ist im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Der Verarbeitungszucker beinhaltet die Liefermengen von Zucker, die direkt oder über den Großhandel an die Zucker verarbeitende Industrie und das Handwerk abgesetzt werden, sowie den Absatz an die chemische Industrie bzw. Fermentationsindustrie. 

Der Pro-Kopf-Verbrauch Deutschlands nahm von 34,96 kg auf 34,19 kg ab, wobei sich die zugrunde gelegte Bevölkerungszahl von 81.850 Mio. gegenüber dem Vorjahr erneut verringert hat. An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei dem so genannten Pro-Kopf-Verbrauch in Wirklichkeit um den Pro-Kopf-Absatz handelt, zumal in dieser Zahl auch der Absatz von so genanntem Industriezucker enthalten ist. D.h. der tatsächliche Pro-Kopf-Absatz von Zucker für die menschliche Ernährung liegt niedriger.

 

Empfängergruppen für Zucker 2008/09



 

Beim Verarbeitungszucker ist im Wirtschaftsjahr 2008/09 ein Absatzrückgang von 1,5 Prozent auf rund 2,366 Mio. t zu verzeichnen. Dieses Absatzsegment entspricht 75,9 Prozent des gesamten Inlandsabsatzes. Es ist davon auszugehen, dass ein Teil des Absatzes an unbekannte Empfängergruppen auch an die Verarbeitungsindustrie geht.

Im Wirtschaftsjahr 2008/09 ist der Absatz von Haushaltszucker gegenüber dem Vorjahr marginal angestiegen. Der Anteil des Haushaltszuckers am gesamten Inlandsabsatz beträgt 14,0 Prozent. Der Pro-Kopf-Absatz von Haushaltszucker in Deutschland liegt bei 5,3 kg. Die monatliche Absatzentwicklung beim Haushaltszucker zeigt, dass der Zuckerverbrauch in allen Monaten deutlich unter den Vorjahreswerten lag. Während der Einmachsaison in den Monaten Mai bis August ist dieser Einbruch insbesondere auf die witterungsbedingt schlechte Obsternte zurückzuführen.


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