Bonn, 3. Februar 2010 - Seit mehr als 10 Jahren zeigt der ErlebnisBauernhof auf der Internationen Grünen Woche Landwirtschaft zum Anfassen. Unter dem diesjährigen Hallenmotto „Werte schaffen – Versorgung sichern: Das ist unsere Landwirtschaft“ wurde anschaulich und eindrucksvoll gezeigt, welche Leistungen die deutschen Bauern erbringen und welche Bedeutung die Landwirtschaft für Verbraucher, Umwelt und Wirtschaft hat. In keiner anderen Halle der Internationalen Grünen Woche konnte der Verbraucher die gesamte Wertschöpfungskette von der Landwirtschaft bis zur Lebensmittelherstellung so anschaulich und nachvollziehbar mit allen Sinnen erleben. So auch am „Zuckerstand“: Hier konnten sich die Besucher über die Herstellung des Zuckers aus der Zuckerrübe informieren und gleich vor Ort frische Waffeln mit Puderzucker und selbst gemachte Konfitüre verkosten.
Das Informationsangebot der WVZ rund um Rübenanbau und Zuckererzeugung auf dem ErlebnisBauernhof wurde von den Besuchern hervorragend angenommen. Mit Verbrauchern aller Altersgruppen sowie Lehrern und Schülern wurden die unterschiedlichsten Fragen zum Thema Zucker erörtert; das Spektrum reichte vom Rohstoff Rübe über die Warenkunde bis hin zu Ernährungsthemen. Groß und Klein konnten ihr Wissen beim beliebten Zuckermemospiel testen. Hier galt es, die einzelnen Zuckersorten ihrer Verwendung zuzuordnen. Beliebte Highlights am WVZ-Stand waren das Waffelbacken und das Konfitüreeinkochen mit den Landfrauen. Beide Aktionen fanden mehrmals täglich statt, dabei erhielten die Messebesucher praktische Tipps, wie man schnell und einfach Konfitüre für die ganze Familie zubereiten kann. In Zahlen ausgedrückt: 8.000 Waffelherzen mit Puderzucker und 3.000 Marmeladegläschen fanden ihre kleinen und großen Liebhaber.
Wie in den Vorjahren besuchten auch in diesem Jahr zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft den ErlebnisBauernhof. Im Mittelpunkt der Gespräche am WVZ-Stand standen die aktuellen Entwicklungen im Agrar- und Zuckersektor sowie Ernährungsthemen.
Programm für Lehrer und Schüler
Auch in diesem Jahr beteiligte sich die WVZ am Schulprogramm der Messe Berlin und der i.m.a. (information.medien.agrar e.V.). Rund 500 Schüler der Grundschulen und Sekundarstufen I (zumeist aus dem Berliner Umfeld) erhielten Informationen über den Weg der Zuckerrübe von der Ernte bis zur Zuckerfabrik sowie die Zuckererzeugung selbst. Der Stand bot für diese Zielgruppe Interessantes zum Anschauen, Anfassen und Probieren: Dazu gehörten neben Zuckerrüben auch Rübenschnitzel, Dicksaft, Melasse, Rübenpellets sowie eine große Auswahl unterschiedlichster Zuckersorten. Ein Beet mit Rübenpflanzen zeigte den Ursprung des Zuckers auf dem Feld. Informative Kurzfilme vermittelten einzelne Produktionsschritte.
Den Lehrern wurden Unterrichtspakete zum Thema „Zucker“ und kleine Informationstaschen überreicht. Der Inhalt der Taschen: Eine kleine vorgezogene Rübenpflanze für den Blumentopf, Rübensamen für den Schulgarten mit einer Pflanzanleitung sowie Informationsmaterial zum Thema Rübenanbau und Zuckererzeugung. Für die größeren Klassen gab es das bewährte Lehrerpaket zum Thema „Wie kommt unser Zucker in die Tüte“ mit entsprechendem Videomaterial und einer CD-Rom „Faszination Stoffwechsel“. Für die Lehrer der Grundschule stand das Medienpaket „Unser Zucker“ für die Klassen 1 bis 4 mit Kopiervorlagen, methodisch-didaktischen Hinweisen sowie Folien und Postern zur Verfügung.
Deutsche Land-, Agrar- und Ernährungswirtschaft spendet für Haiti
Im Rahmen der Eröffnung der Grünen Woche hatte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, zu einer Spendenaktion für Haiti aufgerufen. Angesichts des Ausmaßes der Erdbebenkatastrophe spendeten die Wirtschaftsverbände Zucker einen namhaften Betrag, um damit die Sofort- sowie die Aufbaumaßnahmen der Deutschen Welthungerhilfe zu unterstützen. Insgesamt wurden in den ersten 5 Tagen auf der Grünen Woche von der deutschen Land-, Agrar- und Ernährungswirtschaft 900.000 Euro gespendet, die im Rahmen einer Benefiz-Gala „Wir wollen helfen! – Ein Herz für Kinder“ von ZDF und Bild übergeben wurden.